{"id":2283,"date":"2026-05-25T11:35:47","date_gmt":"2026-05-25T11:35:47","guid":{"rendered":"https:\/\/buecher-books-libros.com\/?p=2283"},"modified":"2026-05-25T11:35:49","modified_gmt":"2026-05-25T11:35:49","slug":"miles-davis-sound-eines-lebens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/buecher-books-libros.com\/es\/h\/miles-davis-sound-eines-lebens\/","title":{"rendered":"Miles Davis. Sound eines Lebens"},"content":{"rendered":"<h2 class=\"wp-block-heading\">von Stefan Hentz<\/h2>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/buecher-books-libros.com\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_6712-1-768x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2285\" srcset=\"https:\/\/buecher-books-libros.com\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_6712-1-768x1024.jpeg 768w, https:\/\/buecher-books-libros.com\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_6712-1-225x300.jpeg 225w, https:\/\/buecher-books-libros.com\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_6712-1-1152x1536.jpeg 1152w, https:\/\/buecher-books-libros.com\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_6712-1-1536x2048.jpeg 1536w, https:\/\/buecher-books-libros.com\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_6712-1-9x12.jpeg 9w, https:\/\/buecher-books-libros.com\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_6712-1-scaled.jpeg 1920w\" sizes=\"(max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Rechtzeitig zum 100. Geburtstag des Jahrhunderttrompeters Miles Davis am 26. Mai ist bei Reclam eine neue Biographie erschienen, die auf rund 350 Seiten Leben und Werk dieses Ausnahmemusikers schildert.<\/p>\n\n\n\n<p>WICHTIG!! Nicht durch das erste Kapitel von der weiteren Lekt\u00fcre abschrecken lassen!<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Kapitel beginnt mit der R\u00fcckkehr von Davis nach seiner mehrj\u00e4hrigen Abwesenheit von der Jazzszene Anfang der 80er Jahre. Es ist stark werkbiographisch gepr\u00e4gt und stellt Alben, seine Musik, seine musikalischen Richtungswechsel vor, seine Partner, Bands\u2026ein f\u00fcr Nicht-Jazz-Experten eher \u00fcberfordernder Einstieg.<\/p>\n\n\n\n<p>Danach geht\u00b4s jedoch in eine gelungene chronologische Mischung zwischen Biographie und Werk.<\/p>\n\n\n\n<p>Miles findet sehr fr\u00fch zur Musik und geht gegen viele Widerst\u00e4nde auch im Kontext einer konfliktiven Familie seinen Weg. Sein rascher Aufstieg in der Jazz-Szene vollzieht sich in einer auch Jahrzehnte nach Beendigung der Sklaverei tief von Rassen-Segregation gepr\u00e4gten Gesellschaft. Diese Erfahrungen pr\u00e4gen Davis ein Leben lang und sein Gef\u00fchl, trotz aller Erfolge der Ablehnung der wei\u00dfen Mehrheitsgesellschaft nie entkommen zu sein. Befragt nach seinen drei wichtigsten W\u00fcnschen antwortete Davis einer Journalistin: \u201eTo.Be.White\u201c. Realit\u00e4t und Sarkasmus greifen dabei sicher ineinander.<\/p>\n\n\n\n<p>Fr\u00fch kreuzten sich sein Karriereweg mit dem Who is Who der US-amerikanischen Jazz-Szene: Kenny Garret, Billy Eckstine, Charlie Parker, Dizzy Gillespie, Art Blakey, Sarah Vaughan, Coleman Hawkins, Thelonius Monk, Dexter Gordon, Billie Holliday, Charles Mingus und viele andere.<\/p>\n\n\n\n<p>Die permanente Auseinandersetzung \u00fcber den Jazz, Entertainment vs. Kunst, die immer wieder tiefgreifenden Ver\u00e4nderungen der Jazzszene (Ende der Big Bands, Aufstieg und Niedergang der Clubszene etc.) bieten einen Einblick in die Herausforderungen der Szene.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Musiker und Mensch befand sich Davis meist \u201ezwischen Heldenverehrung und Ablehnung\u201c.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Davis experimentierte vielfach abseits des \u201ereinen Jazz\u201c mit verschiedenen Stilrichtungen. Das galt f\u00fcr die Filmmusik ebenso wie f\u00fcr Ausfl\u00fcge in die Klassik bspw. in der Neugestaltung der Oper \u201ePorgy und Bess\u201c oder Ausfl\u00fcge in den spanischen Flamenco. Seine musikalischen Grenz\u00fcberschreitungen und der Versuch, in andere kulturelle R\u00e4ume vorzudringen stie\u00dfen nicht nur auf begeisterte Zustimmung. Davis lie\u00df sich jedoch weder vom Publikum noch von der Musikkritik festlegen: \u201eIch spiele alles, was mir gef\u00e4llt, wenn ich das Gef\u00fchl habe, ich kann das\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit diesen Neuerungen setzte er immer wieder Massst\u00e4be. So wurde das Album \u201eBitches Brew\u201c (1970) zur ersten Goldenen Schallplatte des Jazz.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Jazz-Szene war gepr\u00e4gt durch massiven Drogenmissbrauch, dem nicht wenige gerade auch ihrer Stars, so Charlie Parker, Billie, Holiday oder Chet Baker sehr fr\u00fch zum Opfer fielen. Auch Miles Davis geriet in diesen Teufelskreis.<\/p>\n\n\n\n<p>Bereits vor seinem Paris-Aufenthalt 1949 und seiner dort begonnen Romanze mit Juliette Gr\u00e9co begann seine Junkiekarriere, nach seiner R\u00fcckkehr verlor er jedoch vollst\u00e4ndig die Kontrolle: \u201eUnversehens verwandelte sich der elegante, wohlerzogene, stets beherrschte junge Mann in eine Ruine seiner selbst: in eine Junkie, unbeherrscht, unzuverl\u00e4ssig, jenseits von Gut und B\u00f6se. Er versetzte seine Trompete beim Pfandleiher, bittet seinen Bruder Vernon um Geld an, das er zur\u00fcckzahlen w\u00fcrde, log, betrog, und bestahl seine engsten Freunde.\u201c Selbst die Grenze zum Zuh\u00e4ltertum \u00fcberschreitet er, mehrere Entzugsversuche scheitern, seine eigene Familie mit drei Kindern zerbricht.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese wenigen Zeilen stellen in der Anlage dieses Buches schon einen Exzess an privater Biographie dar. Privates spielt n\u00e4mlich fast gar keine Rolle. Mehrere Ehen werden eher am Rande erw\u00e4hnt, seine Kinder allenfalls mal mit Namen, kommen auch nicht selbst zu Wort.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben der Musik stehen seine exzessbedingten Abst\u00fcrze im Mittelpunkt, da sie seine Karriere unterbrachen und gef\u00e4hrdeten.<\/p>\n\n\n\n<p>Und von diesen Abst\u00fcrzen und Comebacks gab es einige.<\/p>\n\n\n\n<p>Erst Mitte der 50er Jahre gelingt ihm ein \u00fcberzeugendes, hart erarbeitetes Comeback, bevor er<\/p>\n\n\n\n<p>Anfang der 60er erneut abst\u00fcrzt. Er k\u00e4mpft sich zur\u00fcck, nur um Mitte der 70er Jahre dann erneut alkohol- und drogenbedingt f\u00fcr Jahre wieder von der Bildfl\u00e4che zu verschwinden. \u201eSeine Di\u00e4t: Kokain, Heroin, Bier, Cognac, Zigaretten, Schmerzmittel , Sex mit schnell wechselnden Partnerinnen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Davis selbst: \u201eVon 1975 bis Anfang 1980 r\u00fchrte ich mein Horn nicht an\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach seinem erneuten Comeback Anfang der 80er Jahre bleibt er dann aktiv bis zu seinem Tod.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eSound eines Lebens\u201c ist \u00fcberwiegend eine Werkbiographie mit enorm vielen Einzelheiten zu Musik, Bands, Stilrichtungen, den verschiedenen Aufnahmen und Titeln und einer Unzahl von Musikern.<\/p>\n\n\n\n<p>Und ganz nebenbei erf\u00e4hrt man auch etwas \u00fcber die Revolution des \u00dcbergangs von der Schellackplatte zur Vinyl LP, die der Verbreitung gerade des Jazz sehr geholfen hat sowie andere technische Neuerungen im Laufe der Jahrzehnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Mehr als Biographie ist dieses Buch auch eine Geschichte des (US-amerikanischen) Jazz und seiner Entwicklungen (Blues, Swing, Bepop, Cool Jazz, Hardpop, Free Jazz, Fusion Jazz etc.) im 20. Jahrhundert, aber auch seiner Herausforderungen. So war der Jazz insbesondere in den 60er Jahren nicht mehr die bevorzugte Ausdrucksform der jungen Generation, der Jazz musste sich mit dem Rock auseinandersetzen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Man sollte schon ein geh\u00f6riges Interesse nicht nur an Davis selbst, sondern vor allem an Jazz allgemein mitbringen, um dieses Buch genie\u00dfen zu k\u00f6nnen. Wer parallel zum Lesen immer mal wieder in den einen oder anderen Titel reinh\u00f6rt, kann mit diesem Buch viele sch\u00f6ne Stunden verbringen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eSound eines Lebens\u201c &#8211; Eine gut geschriebene Biographie eines spannenden, komplexen und einflu\u00dfreichen Jazz-Musikers. Abgerundet wird das Buch durch interessante Fotografien und eine mehrseitige Auswahl-Diskographie, bei der man sich allerdings die Angabe des jeweiligen Erscheinungsjahrs gew\u00fcnscht h\u00e4tte.<\/p>\n\n\n\n<p>Davis stirbt am 28.9.1991.<\/p>\n\n\n\n<p>Stefan Hentz: Miles Davis. Sound eines Lebens, Reclam, 2026<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n<div class=\"pld-like-dislike-wrap pld-template-1\">\r\n    <div class=\"pld-like-wrap  pld-common-wrap\">\r\n    <a href=\"javascript:void(0)\" class=\"pld-like-trigger pld-like-dislike-trigger\" title=\"\" data-post-id=\"2283\" data-trigger-type=\"like\" data-restriction=\"cookie\" data-already-liked=\"0\">\r\n                        <i class=\"fas fa-thumbs-up\"><\/i>\r\n                <\/a>\r\n    <span class=\"pld-like-count-wrap pld-count-wrap\">    <\/span>\r\n<\/div><div class=\"pld-dislike-wrap  pld-common-wrap\">\r\n    <a href=\"javascript:void(0)\" class=\"pld-dislike-trigger pld-like-dislike-trigger\" title=\"\" data-post-id=\"2283\" data-trigger-type=\"dislike\" data-restriction=\"cookie\" data-already-liked=\"0\">\r\n                        <i class=\"fas fa-thumbs-down\"><\/i>\r\n                <\/a>\r\n    <span class=\"pld-dislike-count-wrap pld-count-wrap\"><\/span>\r\n<\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Stefan Hentz Rechtzeitig zum 100. 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Sein rascher Aufstieg in der Jazz-Szene vollzieht sich in einer auch Jahrzehnte nach Beendigung der Sklaverei tief von Rassen-Segregation gepr\u00e4gten Gesellschaft. Diese Erfahrungen pr\u00e4gen Davis ein Leben lang und sein Gef\u00fchl, trotz aller Erfolge der Ablehnung der wei\u00dfen Mehrheitsgesellschaft nie entkommen zu sein. Befragt nach seinen drei wichtigsten W\u00fcnschen antwortete Davis einer Journalistin: \u201eTo.Be.White\u201c. Realit\u00e4t und Sarkasmus greifen dabei sicher ineinander. Fr\u00fch kreuzten sich sein Karriereweg mit dem Who is Who der US-amerikanischen Jazz-Szene: Kenny Garret, Billy Eckstine, Charlie Parker, Dizzy Gillespie, Art Blakey, Sarah Vaughan, Coleman Hawkins, Thelonius Monk, Dexter Gordon, Billie Holliday, Charles Mingus und viele andere. Die permanente Auseinandersetzung \u00fcber den Jazz, Entertainment vs. Kunst, die immer wieder tiefgreifenden Ver\u00e4nderungen der Jazzszene (Ende der Big Bands, Aufstieg und Niedergang der Clubszene etc.) bieten einen Einblick in die Herausforderungen der Szene. Als Musiker und Mensch befand sich Davis meist \u201ezwischen Heldenverehrung und Ablehnung\u201c.&nbsp; Davis experimentierte vielfach abseits des \u201ereinen Jazz\u201c mit verschiedenen Stilrichtungen. Das galt f\u00fcr die Filmmusik ebenso wie f\u00fcr Ausfl\u00fcge in die Klassik bspw. in der Neugestaltung der Oper \u201ePorgy und Bess\u201c oder Ausfl\u00fcge in den spanischen Flamenco. Seine musikalischen Grenz\u00fcberschreitungen und der Versuch, in andere kulturelle R\u00e4ume vorzudringen stie\u00dfen nicht nur auf begeisterte Zustimmung. Davis lie\u00df sich jedoch weder vom Publikum noch von der Musikkritik festlegen: \u201eIch spiele alles, was mir gef\u00e4llt, wenn ich das Gef\u00fchl habe, ich kann das\u201c. Mit diesen Neuerungen setzte er immer wieder Massst\u00e4be. So wurde das Album \u201eBitches Brew\u201c (1970) zur ersten Goldenen Schallplatte des Jazz. Die Jazz-Szene war gepr\u00e4gt durch massiven Drogenmissbrauch, dem nicht wenige gerade auch ihrer Stars, so Charlie Parker, Billie, Holiday oder Chet Baker sehr fr\u00fch zum Opfer fielen. Auch Miles Davis geriet in diesen Teufelskreis. Bereits vor seinem Paris-Aufenthalt 1949 und seiner dort begonnen Romanze mit Juliette Gr\u00e9co begann seine Junkiekarriere, nach seiner R\u00fcckkehr verlor er jedoch vollst\u00e4ndig die Kontrolle: \u201eUnversehens verwandelte sich der elegante, wohlerzogene, stets beherrschte junge Mann in eine Ruine seiner selbst: in eine Junkie, unbeherrscht, unzuverl\u00e4ssig, jenseits von Gut und B\u00f6se. Er versetzte seine Trompete beim Pfandleiher, bittet seinen Bruder Vernon um Geld an, das er zur\u00fcckzahlen w\u00fcrde, log, betrog, und bestahl seine engsten Freunde.\u201c Selbst die Grenze zum Zuh\u00e4ltertum \u00fcberschreitet er, mehrere Entzugsversuche scheitern, seine eigene Familie mit drei Kindern zerbricht. Diese wenigen Zeilen stellen in der Anlage dieses Buches schon einen Exzess an privater Biographie dar. Privates spielt n\u00e4mlich fast gar keine Rolle. Mehrere Ehen werden eher am Rande erw\u00e4hnt, seine Kinder allenfalls mal mit Namen, kommen auch nicht selbst zu Wort. Neben der Musik stehen seine exzessbedingten Abst\u00fcrze im Mittelpunkt, da sie seine Karriere unterbrachen und gef\u00e4hrdeten. Und von diesen Abst\u00fcrzen und Comebacks gab es einige. Erst Mitte der 50er Jahre gelingt ihm ein \u00fcberzeugendes, hart erarbeitetes Comeback, bevor er Anfang der 60er erneut abst\u00fcrzt. Er k\u00e4mpft sich zur\u00fcck, nur um Mitte der 70er Jahre dann erneut alkohol- und drogenbedingt f\u00fcr Jahre wieder von der Bildfl\u00e4che zu verschwinden. \u201eSeine Di\u00e4t: Kokain, Heroin, Bier, Cognac, Zigaretten, Schmerzmittel , Sex mit schnell wechselnden Partnerinnen.\u201c Davis selbst: \u201eVon 1975 bis Anfang 1980 r\u00fchrte ich mein Horn nicht an\u201c. Nach seinem erneuten Comeback Anfang der 80er Jahre bleibt er dann aktiv bis zu seinem Tod. \u201eSound eines Lebens\u201c ist \u00fcberwiegend eine Werkbiographie mit enorm vielen Einzelheiten zu Musik, Bands, Stilrichtungen, den verschiedenen Aufnahmen und Titeln und einer Unzahl von Musikern. Und ganz nebenbei erf\u00e4hrt man auch etwas \u00fcber die Revolution des \u00dcbergangs von der Schellackplatte zur Vinyl LP, die der Verbreitung gerade des Jazz sehr geholfen hat sowie andere technische Neuerungen im Laufe der Jahrzehnte. Mehr als Biographie ist dieses Buch auch eine Geschichte des (US-amerikanischen) Jazz und seiner Entwicklungen (Blues, Swing, Bepop, Cool Jazz, Hardpop, Free Jazz, Fusion Jazz etc.) im 20. Jahrhundert, aber auch seiner Herausforderungen. So war der Jazz insbesondere in den 60er Jahren nicht mehr die bevorzugte Ausdrucksform der jungen Generation, der Jazz musste sich mit dem Rock auseinandersetzen.&nbsp; Man sollte schon ein geh\u00f6riges Interesse nicht nur an Davis selbst, sondern vor allem an Jazz allgemein mitbringen, um dieses Buch genie\u00dfen zu k\u00f6nnen. Wer parallel zum Lesen immer mal wieder in den einen oder anderen Titel reinh\u00f6rt, kann mit diesem Buch viele sch\u00f6ne Stunden verbringen. \u201eSound eines Lebens\u201c &#8211; Eine gut geschriebene Biographie eines spannenden, komplexen und einflu\u00dfreichen Jazz-Musikers. Abgerundet wird das Buch durch interessante Fotografien und eine mehrseitige Auswahl-Diskographie, bei der man sich allerdings die Angabe des jeweiligen Erscheinungsjahrs gew\u00fcnscht h\u00e4tte. Davis stirbt am 28.9.1991. Stefan Hentz: Miles Davis. 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