{"id":2255,"date":"2026-02-26T17:56:26","date_gmt":"2026-02-26T17:56:26","guid":{"rendered":"https:\/\/buecher-books-libros.com\/?p=2255"},"modified":"2026-02-26T17:56:27","modified_gmt":"2026-02-26T17:56:27","slug":"franco-der-ewige-faschist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/buecher-books-libros.com\/es\/k\/franco-der-ewige-faschist\/","title":{"rendered":"Franco. Der Ewige Faschist."},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"885\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/buecher-books-libros.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/IMG_5609-885x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2256\" style=\"width:840px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/buecher-books-libros.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/IMG_5609-885x1024.jpeg 885w, https:\/\/buecher-books-libros.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/IMG_5609-259x300.jpeg 259w, https:\/\/buecher-books-libros.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/IMG_5609-768x889.jpeg 768w, https:\/\/buecher-books-libros.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/IMG_5609-1327x1536.jpeg 1327w, https:\/\/buecher-books-libros.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/IMG_5609-1770x2048.jpeg 1770w, https:\/\/buecher-books-libros.com\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/IMG_5609-10x12.jpeg 10w\" sizes=\"(max-width: 885px) 100vw, 885px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Till K\u00f6ssler<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Franco hatte, wohl zusammen mit Enver Hodschas Albanien, in Spanien eine der langlebigsten europ\u00e4ischen Diktaturen des 20. Jahrhunderts etabliert. Zwischen 1939, dem Ende des dreij\u00e4hrigen B\u00fcrgerkrieges und seinem Tod im November 1975 hatte er dieses Land unter seiner gnadenlosen Knute.<\/p>\n\n\n\n<p>Der B\u00fcrgerkrieg, Franco und die nachfolgenden Jahrzehnte, gepr\u00e4gt durch das Schema \u201eSieger und Besiegte\u201c, traumatisiert durch die \u201eeliminatorische Radikalkur der gesellschaftlichen Neuordnung\u201c, die Toten w\u00e4hrend und nach dem B\u00fcrgerkrieg gehen in die Hunderttausende, spalten auch 50 Jahre nach dem Tod des Diktators noch immer die spanische Politik und Gesellschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Ist er f\u00fcr die einen der Hauptverantwortliche f\u00fcr den B\u00fcrgerkrieg, der erbarmungslose Diktator, der das Land mit seinem Clan fast 40 Jahre geknechtet und ausgebeutet hat und bis zum Ende seines Regimes die Todesstrafe verh\u00e4ngen lie\u00df,&nbsp;&nbsp;so ist er f\u00fcr die andere Seite der schicksalgesandte Retter des katholischen Vaterlandes, der Spanien vor Schlimmerem bewahrt, Sicherheit, Ordnung und die alten Werte wieder hergestellt und nicht zuletzt Spanien aus dem 2. Weltkrieg herausgehalten hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich erinnere mich an einen meiner ersten Spanien-Besuche wenige Jahre nach Francos Tod, als ich im K\u00f6nigspalast Escorial zu meinem Erstaunen Franco-Portr\u00e4ts zum Verkauf sah. F\u00fcr mich war Franco, wenn auch mit Abstufungen, auf einer vergleichbaren Bewertungsskala wie Hitler verortet, diese Art von Devotionalismus daher erschreckend und unverst\u00e4ndlich.<\/p>\n\n\n\n<p>In den darauffolgenden Tagen wurde mir klar, welcher Riss durch die spanische Gesellschaft ging. Daran hat sich bis heute, generationsbedingte Abschw\u00e4chungen mal au\u00dfen vor, relativ wenig ge\u00e4ndert.<\/p>\n\n\n\n<p>Massengr\u00e4ber, bekannte wie unbekannte, deren \u00d6ffnung oder die Suche nach ihnen und die Identifizierung der Toten ist immer wieder Gegenstand der \u00f6ffentlichen Debatte. Die Exhumierung Francos aus dem vormals so genannten \u201eTal der Gefallenen\u201c, seit 2022 wieder \u201eValle de Cuelgamuros\u201c, war \u00fcber viele Jahre Dauerthema und erregte die Gem\u00fcter.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein gemeinsames Narrativ dieser Jahrzehnte scheint nicht gestaltbar. Ausdruck hierf\u00fcr ist, wie K\u00f6ssel zu Recht anmerkt, dass es bis heute \u201ekein nationales Museum zur Geschichte der Franco-Zeit oder des Spanischen B\u00fcrgerkrieges gibt\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>K\u00f6ssel stellt zu Beginn klar, dass zentrale Fragen zu Franco und seiner Herrschaft bis heute nicht gekl\u00e4rt sind. Handelte es sich um eine traditionelle Milit\u00e4rdiktatur oder eine Form von&nbsp;&nbsp;Entwicklungsdiktatur, war Franco ein autorit\u00e4rer Modernisierer oder ein revolution\u00e4rer Faschist?<\/p>\n\n\n\n<p>K\u00f6ssel will sich an diesen Fragestellungen nicht verheben und mit seinem Ansatz vielmehr \u201edie Aufmerksamkeit auf die sozialen und kulturellen Kr\u00e4fte und Kontexte (lenken), die Francios Handeln pr\u00e4gten, seinen Aufstieg erm\u00f6glichten und sein Wirken als Diktator bestimmten\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies gelingt ihm.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend es im spanischen und englischen Sprachraum zahlreiche, wenngleich mit unterschiedlichen Ans\u00e4tzen und Intentionen versehene Franco-Biographien bspw. von Paul Preston oder Stanley Payne gibt, sieht es im deutschen Sprachraum mager bis vernachl\u00e4ssigbar aus.<\/p>\n\n\n\n<p>K\u00f6ssel st\u00f6\u00dft daher mit seiner gut lesbaren Biographie in eine L\u00fccke. Sie erm\u00f6glicht nicht nur eine n\u00e4here Kenntnis des Aufstiegs und der Person Francos, sondern bettet diese in einen komplexeren Kontext spanischer und europ\u00e4ischer Geschichte ein, was f\u00fcr das heutige Verst\u00e4ndnis eines der gro\u00dfen L\u00e4nder der Europ\u00e4ischen Union wichtig ist.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ein au\u00dferhalb Spaniens f\u00fcr die Entwicklung dieses Landes im 20. Jahrhundert vielfach untersch\u00e4tztes Datum ist das Jahr 1898, in dem der Krieg mit den USA und damit die letzten gro\u00dfen spanischen Kolonien Philippinen und Kuba verloren gingen. Die dadurch ausgel\u00f6sten Schockwellen hatten tiefgreifende Auswirkungen auf Politik und Gesellschaft des verunsicherten ehemaligen Weltreiches und schufen den N\u00e4hrboden f\u00fcr zahlreiche, weitreichende Ver\u00e4nderungen und Entwicklungen und das Aufbrechen \u00fcber lange Zeit \u00fcberdeckter und vor sich hinschwelender Sollbruchstellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu nennen sind hier zunehmende Spannungen zwischen Liberalismus und Katholizismus, eine sich ausdifferenzierende Zivilgesellschaft mit einem h\u00f6heren Partizipationsanspruch ebenso wie die zunehmende Infragestellung der Monarchie oder die aufbrechenden Regionalismen, bis heute ein Thema mit Sprengsatzwirkung in Spanien.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Viele dieser lange verdeckten Entwicklungen brachen sich in den wenigen republikanischen Jahren h\u00e4ufig sehr brutal Bahn, keine der beiden Seiten hat sich dabei den Heiligenschein verdient. Aus dieser Zeit stammt der bittere Vers des ber\u00fchmten spanischen Dichters, Antonio Machado: \u201eKleiner Spanier, der Du auf die Welt kommst, eines der beiden Spanien wird Dir das Herz gefrieren lassen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>K\u00f6ssel weist daher zu Recht darauf hin, dass trotz der Internationalisierung des Konflikts der spanische B\u00fcrgerkrieg nicht lediglich ein \u201eStellvertreterkrieg der Gro\u00dfideologien des 20. Jahrhunderts\u201c, sondern \u201ezuallererst ein innerstaatlicher Konflikt war. Dies ist wichtig, um die anhaltenden Nachwirkungen dieses B\u00fcrgerkrieges einordnen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ganz besondere Bedeutung in all diesen Jahren der verbliebenen Kolonie Marokko zu, gleichsam der Restzipfel des ehemaligen Weltreiches Spanien. Vor allem in diesem Kontext ist der Aufstieg Francos zu verstehen.<\/p>\n\n\n\n<p>K\u00f6ssel zeichnet einen \u00fcberaus ehrgeizigen, intellektuell eher begrenzten, aber mit Blick auf seine Karriereplanung und gesellschaftlichen Aufstieg strategisch \u00e4u\u00dferst begabten Milit\u00e4r, der fr\u00fch wusste, wie Medien zu instrumentalisieren waren, der brutal und skrupellos sein konnte, der aber dem \u201edolce vita\u201c alles andere als abgeneigt war und w\u00e4hrend seiner Diktatorenzeit nicht in der Gefahr stand sich zu \u00fcberarbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Pr\u00e4gend f\u00fcr Franco waren nach K\u00f6ssel dessen \u201everschw\u00f6rungstheoretisch grundierter Hass gegen Liberalismus und Demokratie und seine skrupellose Repressions- und Vernichtungspolitik\u201c. K\u00f6ssel arbeitet an verschiedenen Aspekten das Paradoxe an Franco, seiner Herrschaft und seiner Perzeption heraus: \u201eFranco verk\u00f6rperte die Widerspr\u00fcche einer sich als nachholend verstehenden Modernisierungspolitik, mit der die Aneignung westlicher Vorbilder mit antiwestlichen und antiliberalen Ressentiments einherging. Er suchte die Anerkennung der westlichen Welt und war nach&nbsp;&nbsp;1945 mehr denn je auf sie angewiesen, grenzte sich aber zugleich von ihr ab und beharrte auf der moralischen H\u00f6herwertigkeit und gr\u00f6\u00dferer Leistungsf\u00e4higkeit seines Regimes\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Sp\u00e4testens mit seinem Tod am 20. November 1975 brach dieses Konstrukt zusammen.<\/p>\n\n\n\n<p>Spanien hat, nicht zuletzt wegen der positiven und f\u00fcr die Franquismus-Anh\u00e4nger unerwarteten Rolle des damaligen K\u00f6nigs Juan Carlos, der integrativen Rolle des Ministerpr\u00e4sidenten Adolfo Su\u00e1rez und einer breiten politischen \u00dcbereinstimmung im anti-franquistischen Parteienlager, die \u201etransici\u00f3n\u201c, den \u00dcbergang zur Demokratie gut bew\u00e4ltigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Dennoch ist die Politik Spaniens nach wie vor durch eine profunde Polarisierung gepr\u00e4gt, die dazu f\u00fchrt, dass es zwischen den beiden gro\u00dfen Parteien des Landes, der PP und der PSOE, keine Formen einer Zusammenarbeit oder \u201eGro\u00dfen Koalition\u201c gibt, sondern man sich jeweils in teils absurde Abh\u00e4ngigkeiten einer Handvoll Splitterparteien begibt, um im Kongress die erforderliche Regierungsmehrheit zustande zu bringen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine kritische&nbsp;&nbsp;Anmerkung zum Schluss: Der Untertitel passt nicht so ganz zu den eher differenzierenden bis unentschlossenen Ausf\u00fchrungen dar\u00fcber, ob Franco nun Faschist war oder nicht. Eine strukturiertere Argumentation zu zentralen Aspekten und Definitonselementen des zugrundegelegten Faschismusbegriffs w\u00e4re hilfreich und \u00fcberzeugender gewesen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dank an den Beck Verlag f\u00fcr das Rezensionsexemplar!<\/p>\n<div class=\"pld-like-dislike-wrap pld-template-1\">\r\n    <div class=\"pld-like-wrap  pld-common-wrap\">\r\n    <a href=\"javascript:void(0)\" class=\"pld-like-trigger pld-like-dislike-trigger\" title=\"\" data-post-id=\"2255\" data-trigger-type=\"like\" data-restriction=\"cookie\" data-already-liked=\"0\">\r\n                        <i class=\"fas fa-thumbs-up\"><\/i>\r\n                <\/a>\r\n    <span class=\"pld-like-count-wrap pld-count-wrap\">    <\/span>\r\n<\/div><div class=\"pld-dislike-wrap  pld-common-wrap\">\r\n    <a href=\"javascript:void(0)\" class=\"pld-dislike-trigger pld-like-dislike-trigger\" title=\"\" data-post-id=\"2255\" data-trigger-type=\"dislike\" data-restriction=\"cookie\" data-already-liked=\"0\">\r\n                        <i class=\"fas fa-thumbs-down\"><\/i>\r\n                <\/a>\r\n    <span class=\"pld-dislike-count-wrap pld-count-wrap\"><\/span>\r\n<\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Till K\u00f6ssler Franco hatte, wohl zusammen mit Enver Hodschas Albanien, in Spanien eine der langlebigsten europ\u00e4ischen Diktaturen des 20. 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Ist er f\u00fcr die einen der Hauptverantwortliche f\u00fcr den B\u00fcrgerkrieg, der erbarmungslose Diktator, der das Land mit seinem Clan fast 40 Jahre geknechtet und ausgebeutet hat und bis zum Ende seines Regimes die Todesstrafe verh\u00e4ngen lie\u00df,&nbsp;&nbsp;so ist er f\u00fcr die andere Seite der schicksalgesandte Retter des katholischen Vaterlandes, der Spanien vor Schlimmerem bewahrt, Sicherheit, Ordnung und die alten Werte wieder hergestellt und nicht zuletzt Spanien aus dem 2. Weltkrieg herausgehalten hat. Ich erinnere mich an einen meiner ersten Spanien-Besuche wenige Jahre nach Francos Tod, als ich im K\u00f6nigspalast Escorial zu meinem Erstaunen Franco-Portr\u00e4ts zum Verkauf sah. F\u00fcr mich war Franco, wenn auch mit Abstufungen, auf einer vergleichbaren Bewertungsskala wie Hitler verortet, diese Art von Devotionalismus daher erschreckend und unverst\u00e4ndlich. In den darauffolgenden Tagen wurde mir klar, welcher Riss durch die spanische Gesellschaft ging. Daran hat sich bis heute, generationsbedingte Abschw\u00e4chungen mal au\u00dfen vor, relativ wenig ge\u00e4ndert. Massengr\u00e4ber, bekannte wie unbekannte, deren \u00d6ffnung oder die Suche nach ihnen und die Identifizierung der Toten ist immer wieder Gegenstand der \u00f6ffentlichen Debatte. Die Exhumierung Francos aus dem vormals so genannten \u201eTal der Gefallenen\u201c, seit 2022 wieder \u201eValle de Cuelgamuros\u201c, war \u00fcber viele Jahre Dauerthema und erregte die Gem\u00fcter. Ein gemeinsames Narrativ dieser Jahrzehnte scheint nicht gestaltbar. Ausdruck hierf\u00fcr ist, wie K\u00f6ssel zu Recht anmerkt, dass es bis heute \u201ekein nationales Museum zur Geschichte der Franco-Zeit oder des Spanischen B\u00fcrgerkrieges gibt\u201c. K\u00f6ssel stellt zu Beginn klar, dass zentrale Fragen zu Franco und seiner Herrschaft bis heute nicht gekl\u00e4rt sind. Handelte es sich um eine traditionelle Milit\u00e4rdiktatur oder eine Form von&nbsp;&nbsp;Entwicklungsdiktatur, war Franco ein autorit\u00e4rer Modernisierer oder ein revolution\u00e4rer Faschist? K\u00f6ssel will sich an diesen Fragestellungen nicht verheben und mit seinem Ansatz vielmehr \u201edie Aufmerksamkeit auf die sozialen und kulturellen Kr\u00e4fte und Kontexte (lenken), die Francios Handeln pr\u00e4gten, seinen Aufstieg erm\u00f6glichten und sein Wirken als Diktator bestimmten\u201c. Dies gelingt ihm. W\u00e4hrend es im spanischen und englischen Sprachraum zahlreiche, wenngleich mit unterschiedlichen Ans\u00e4tzen und Intentionen versehene Franco-Biographien bspw. von Paul Preston oder Stanley Payne gibt, sieht es im deutschen Sprachraum mager bis vernachl\u00e4ssigbar aus. K\u00f6ssel st\u00f6\u00dft daher mit seiner gut lesbaren Biographie in eine L\u00fccke. 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Spanien hat, nicht zuletzt wegen der positiven und f\u00fcr die Franquismus-Anh\u00e4nger unerwarteten Rolle des damaligen K\u00f6nigs Juan Carlos, der integrativen Rolle des Ministerpr\u00e4sidenten Adolfo Su\u00e1rez und einer breiten politischen \u00dcbereinstimmung im anti-franquistischen Parteienlager, die \u201etransici\u00f3n\u201c, den \u00dcbergang zur Demokratie gut bew\u00e4ltigt. Dennoch ist die Politik Spaniens nach wie vor durch eine profunde Polarisierung gepr\u00e4gt, die dazu f\u00fchrt, dass es zwischen den beiden gro\u00dfen Parteien des Landes, der PP und der PSOE, keine Formen einer Zusammenarbeit oder \u201eGro\u00dfen Koalition\u201c gibt, sondern man sich jeweils in teils absurde Abh\u00e4ngigkeiten einer Handvoll Splitterparteien begibt, um im Kongress die erforderliche Regierungsmehrheit zustande zu bringen. 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