{"id":2175,"date":"2025-10-11T17:54:14","date_gmt":"2025-10-11T17:54:14","guid":{"rendered":"https:\/\/buecher-books-libros.com\/?p=2175"},"modified":"2025-10-11T17:54:16","modified_gmt":"2025-10-11T17:54:16","slug":"caroline-hau-stille-im-august-tiempo-muerto","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/buecher-books-libros.com\/es\/h\/caroline-hau-stille-im-august-tiempo-muerto\/","title":{"rendered":"Caroline Hau: Stille im August &#8211; Tiempo muerto"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Review also in English! Rese\u00f1a tambi\u00e9n en espa\u00f1ol!<\/h2>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"829\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/buecher-books-libros.com\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/IMG_4472-829x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2176\" style=\"width:840px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/buecher-books-libros.com\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/IMG_4472-829x1024.jpeg 829w, https:\/\/buecher-books-libros.com\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/IMG_4472-243x300.jpeg 243w, https:\/\/buecher-books-libros.com\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/IMG_4472-768x949.jpeg 768w, https:\/\/buecher-books-libros.com\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/IMG_4472-10x12.jpeg 10w, https:\/\/buecher-books-libros.com\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/IMG_4472.jpeg 1164w\" sizes=\"(max-width: 829px) 100vw, 829px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eStille im August\u201c schildert die Lebensgeschichte zweier Filipinas, pinays, die als Kinder \u00fcber Jahre miteinander aufgewachsen sind, aber aus sehr unterschiedlichen sozialen Schichten kommen, und deren Lebenswege sich nach vielen Jahren in der Heimat erneut kreuzen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Racel, 45,<\/strong>&nbsp;&nbsp;ist eine von vielen Millionen philippinischer Frauen, die als Hausangestellte im Ausland arbeiten. Wie es in den Philippinen sehr h\u00e4ufig hei\u00dft: \u201eUnser Exportschlager sind unsere Menschen!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Wie viele M\u00fctter hatte auch Racels Mutter Angela den Traum, dass es ihre Tochter einmal besser haben sollte als sie. Racel wurde Lehrerin, verdingte sich dann aber mit 23 Jahren als Hausm\u00e4dchen in Singapur und verdient so mehr als das Doppelte eines Lehrergehalts in den Philippinen.<\/p>\n\n\n\n<p>Schon auf den ersten Seiten erhalten wir einen ungeschminkten, komprimierten Einblick in die Lebensrealit\u00e4t dieser Hausangestellten. Trotz des guten Lohns, das Paradies sieht anders aus .<\/p>\n\n\n\n<p>Racel hat einen 16 Stunden Tag, ihr Sozialleben in Manila reduziert sich auf das sonnt\u00e4gliche Zusammensein mit anderen Filipinas: \u201eIn der toten Zeit zwischen diesen Zusammenk\u00fcnften scheuert das Schweigen an mir. Manchmal vergehen Tage, an denen ich nichts sage, au\u00dfer \u201eJa, Mam\u201c, \u201eNein, Mam, \u201eSofort, Mam\u201c. Das Kind, das ich auf dem Arm habe, hat einen gr\u00f6\u00dferen Wortschatz.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Hausangestellte haben oft keinen Namen, sondern hei\u00dfen nur \u201eDu\u201c. Und in Singapur wie den Philippinen gibt es viele \u201eunsichtbare Z\u00e4une\u201c: Man wird beurteilt nach der Hautfarbe, \u201edem Zustand unserer Z\u00e4hne, nach unserer Sprache, unserem Dialekt, unseren Kleidern und Schuhen, danach, wie wir gehen und stehen,&nbsp;&nbsp;nach dem, was wir essen, nach den Vierteln, die wir mit Beschlag belegen, den Menschen, die unsere Verwandten und Freunde sind.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Daher machen sich diese Menschen keinerlei Illusionen: \u201eWir ausl\u00e4ndischen Arbeiter sind wie Gespenster. Wir sind sichtbar und unsichtbar, drinnen und drau\u00dfen, da und nicht da. Wir leben mit Familien, ohne ein Teil von Ihnen zu sein. Wir arbeiten zu Hause, ohne zu Hause zu sein, wir sind an das Haus gebunden, und wir verschwinden mit den M\u00f6beln und W\u00e4nden, verschwinden um Ecken, spielen in den Augen und Gedanken dieser Menschen kaum eine Rolle.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Andererseits sind sich diese Frauen ihres Wertes bewu\u00dft: \u201eDer Schwei\u00df unserer Frauen bietet etwas, was nicht greifbar ist, das Geschenk der Zeit an andere Frauen, damit diese arbeiteten, spielen, tr\u00e4umen, Dinge ver\u00e4ndern und gestalten k\u00f6nnen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Racel muss zwei Wochen Urlaub nehmen, um in ihrer Heimat nach ihrer nach einem Taifun verschwundenen Mutter zu suchen. Diese Reise wird zu mehr als einem \u201eZwangsurlaub\u201c, sie wird zur Heimkehr, zur Erinnerung an ihre eigene Vergangenheit. Sie findet ihre Mutter nicht, aber sie entdeckt eine ihr unbekannte Frau \u00fcber die Geschichten, die andere Menschen ihr nun nach ihrem Verschwinden erz\u00e4hlen: \u201e(Und doch gibt es) all diese Geschichten \u00fcber meine Mutter, kunstvolle von anderen Menschen gewebte Stoffe, wohin gegen meine schlicht und einfach farbig ist.\u201c Offen bleibt, ob ihre Mutter schon lange eine verdeckte politische Rolle auf Seiten der Guerilla spielt und vielleicht sogar zu diesen in die Berge gefl\u00fcchtet ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Erinnerungen an ihre Kindheit steigen auf. Seit ihrem 12. Lebensjahr musste Racel arbeiten. Zum pr\u00e4genden Einfluss wurde die Zeit zwischen dem Pfanzen und der n\u00e4chsten Ernte, \u201eTiempo muerto\u201c -\u201eTote Zeit\u201c, genannt,&nbsp;&nbsp;in der deutschen Fassung als \u201eStille im August\u201c \u00fcbersetzt. Der Originaltitel trifft es besser, denn diese Zwischenzeit war gekennzeichnet durch&nbsp;&nbsp;Arbeitslosigkeit und Hunger und bedeutete, \u201eJahr f\u00fcr Jahr durch das Fegefeuer zwischen Leben und Tod zu gehen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur pr\u00e4genden Erfahrung Racels an ihre Kindheit wird ihr heimlicher Unterricht bei einer politischen Aktivistin, Tina, die ihr Denken beibringt und an die politisch einflussreichen B\u00fccher des Nationalhelden Jos\u00e9 Rizal heranf\u00fchrt (\u201eNoli me tangere\u201c und \u201eDie Rebellion\u201c) und sp\u00e4ter von den Schergen der Milit\u00e4rdiktatur ermordet wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Ihre Heimatinsel wird von der Familie Agalon beherrscht, die m\u00e4chtiger ist als die Regierung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lia,&nbsp;<\/strong>Tochter der Agalons, wird von Racels Mutter Angela aufgezogen. Die beiden M\u00e4dchen wachsen \u00fcber Jahre miteinander auf, die sozialen Schranken aber bleiben bestehen. Das Etikett \u201ede buena familia\u201c, \u201evon guter Familie zu sein\u201c \u00fcberdeckt weniger positive Realit\u00e4ten. Die Dekadenz der Oberschicht feiert fr\u00f6hliche Urst\u00e4nde. Paradebeispiel hierf\u00fcr ist Lias Vater, ein korrupter Politiker und Weiberheld, mit allen Wassern gewaschen, auch den unheiligen. Seine Frau leidet darunter, koppelt sich aber langsam davon ab und wird mit 40 zum \u201eGesellschaftsschmetterling\u201c. Ehe und Familie sind zerr\u00fcttet.<\/p>\n\n\n\n<p>Lia, die sich \u00e4hnlich wie ihre Mutter zunehmend kritischer gegen\u00fcber diesem Umfeld verhalten hatte, war vor ihrer Familie und ihrem Land in eine Ehe mit einem Angeh\u00f6rigen der Superreichen von Singapur geflohen. Diese Ehe entpuppt sich als goldener K\u00e4fig und eine Aff\u00e4re wird ihr zum Verh\u00e4ngnis. Sie will nicht weiter hinter einer Fassade leben. Lia \u201ebegriff mit einem gewissen Abstand, dass die zerr\u00fcttete Ehe ihrer Eltern und ihre eigene aus den gleichen Mosaiksteinchen zusammengesetzt war\u201c.&nbsp;&nbsp;Auch sie kehrt nach Hause zur\u00fcck und ihre Familie verbannt sie zun\u00e4chst in ihre Heimatprovinz, bis sich der Skandal um ihre Scheidung in der philippinischen High-Society gelegt hat: \u201eJetzt, da sie sich auf einem Boden befand, der seine Vertrautheit verloren hatte, f\u00fchlte sich das Heimkommen doch sehr nach Exil an. Lia ahnte, dass dieses Gef\u00fchl von Dauer sein w\u00fcrde\u2026\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Lia und Racel wussten, dass die jeweils andere in Singapur lebte, unternahmen jedoch aus unterschiedlichen Motiven w\u00e4hrend all dieser Jahre keinen Versuch sich zu finden und an ihre gemeinsame Kindheit anzukn\u00fcpfen. Nun kommt es in ihrer Heimat zu einem Wiedersehen, aber nicht zu einer Ann\u00e4herung.<\/p>\n\n\n\n<p>Racel und Lia m\u00fcssen sich mit dieser zeitlich offenen R\u00fcckkehr in ihre Heimat ihrer Vergangenheit, aber auch der Gegenwart ihres Landes stellen. Und f\u00fcr beide er\u00f6ffnen sich vorher f\u00fcr unwahrscheinlich gehaltene, neue Zukunftsperspektiven. Sie nehmen ihr Leben wieder in die eigene Hand.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr beide gilt Racels Fazit: \u201eIch hatte angenommen, die vor mir liegenden Jahre w\u00fcrden sich nach einem festgelegten Muster verweben. Jetzt ertappe ich mich dabei, wie ich neue, farbige F\u00e4den auf Spulen wickele, und die Vorstellung, dass andere Muster m\u00f6glich sind, erschreckt und verz\u00fcckt mich gleicherma\u00dfen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Hau schreibt sehr humorvoll, ironisch, ab und an auch mit einem sarkastischen Tonfall. Gekonnt verwebt sie ihren sozialkritischen Fokus mit der politischen und der Geschichte zweier Familien, an deren Ende die Selbsterm\u00e4chtigung zweier starker Frauen f\u00fcr ihr k\u00fcnftiges Leben steht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eStille im August\u201c bietet ein vielfacettiges Gesellschaftspanorama und ist eines der besten philippinischen B\u00fccher dieser Buchmesse.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Caroline Hau, geboren in Manila, ist Professorin f\u00fcr S\u00fcostasiatische Literatur am Center for Southeast Asian Studies der Universit\u00e4t Ky\u014dto, Japan.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Caroline Hau: Stille im August, Wunderhorn, \u00fcbersetzt von Susann Urban<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>#philippinen#verlagwunderhorn<\/p>\n\n\n\n<p>#buchmesse#stilleimaugust<\/p>\n\n\n\n<p>#tbr#roman#bookstagram<\/p>\n\n\n\n<p>#buchmesse<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>****<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"blob:https:\/\/buecher-books-libros.com\/6633d5b2-dd08-4692-9005-b828d0e56916\" alt=\"IMG_4440.jpeg\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>ENGLISH VERSION:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201cTiempo muerto\u201d tells the life story of two Filipinas, pinays, who grew up together as children but come from very different social classes, and whose paths cross again after many years in their homeland.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Racel<\/strong>, 45, is one of millions of Filipino women who work as domestic workers abroad. As is often said in the Philippines: \u201cOur people are our export hit!\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>Like many mothers, Racel&#8217;s mother Angela had the dream that her daughter would one day have a better life than she did. Racel became a teacher, but then took a job as a maid in Singapore at the age of 23, earning more than double a teacher&#8217;s salary in the Philippines.<\/p>\n\n\n\n<p>Right from the first few pages, we get an unvarnished, condensed insight into the reality of life for these domestic workers. Despite the good pay, paradise looks different.<\/p>\n\n\n\n<p>Racel works 16-hour days, and her social life in Manila is reduced to Sunday get-togethers with other Filipinas: \u201cIn the dead time between these gatherings, the silence grinds on me. Sometimes days go by when I say nothing except \u2018Yes, ma&#8217;am,\u2019 &#8218;No, ma&#8217;am,\u2018 &#8218;Right away, ma&#8217;am.\u2019 The child I&#8217;m holding has a larger vocabulary.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>Domestic workers often have no name, but are simply referred to as \u201cyou.\u201d And in Singapore, as in the Philippines, there are many \u201cinvisible fences\u201d: People are judged by the color of their skin, \u201cthe condition of our teeth, our language, our dialect, our clothes and shoes, the way we walk and stand, what we eat, the neighborhoods we occupy, the people who are our relatives and friends.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>That&#8217;s why these people have no illusions: \u201cWe foreign workers are like ghosts. We are visible and invisible, inside and outside, there and not there. We live with families without being part of them. We work at home without being at home, we are tied to the house, and we disappear with the furniture and walls, disappear around corners, hardly playing a role in the eyes and minds of these people.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>On the other hand, these women are aware of their value: \u201cThe sweat of our women offers something intangible, the gift of time to other women so that they can work, play, dream, change things, and create.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>Racel has to take two weeks&#8216; vacation to search for her mother, who disappeared after a typhoon in her homeland. This trip becomes more than a \u201cforced vacation\u201d; it becomes a homecoming, a reminder of her own past. She does not find her mother, but she discovers a woman unknown to her through the stories that other people now tell her after her disappearance: \u201c(And yet there are) all these stories about my mother, artfully woven by other people, whereas mine is simply colorful.\u201d It remains unclear whether her mother has long played a covert political role on the side of the guerrillas and may even have fled to the mountains with them.<\/p>\n\n\n\n<p>Memories of her childhood come flooding back. Racel has had to work since she was 12 years old. The period between planting and the next harvest, called \u201ctiempo muerto\u201d (\u201cdead time\u201d), became a formative influence, translated in the German version as \u201cStille im August\u201d (\u201cSilence in August\u201d). The original title is more accurate, because this interim period was marked by unemployment and hunger and meant \u201cgoing through purgatory between life and death year after year.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>A formative experience in Racel&#8217;s childhood is her secret lessons with a political activist, Tina, who teaches her to think and introduces her to the politically influential books of national hero Jos\u00e9 Rizal (\u201cNoli me tangere\u201d and \u201cThe Rebellion\u201d) and who is later murdered by the henchmen of the military dictatorship.<\/p>\n\n\n\n<p>Her home island is ruled by the Agalon family, who are more powerful than the government.<\/p>\n\n\n\n<p>Lia, daughter of the Agalons, is raised by Racel&#8217;s mother Angela. The two girls grow up together over the years, but social barriers remain. The label \u201cde buena familia,\u201d \u201cfrom a good family,\u201d masks less positive realities. The decadence of the upper class is having a field day. A prime example of this is Lia&#8217;s father, a corrupt politician and womanizer who is well versed in all tricks, even the unholy ones. His wife suffers as a result, but slowly distances herself from him and becomes a \u201csocial butterfly\u201d at the age of 40. Marriage and family are broken.<\/p>\n\n\n\n<p>Lia, who, like her mother, had become increasingly critical of this environment, fled her family and her country to marry a member of Singapore&#8217;s super-rich. This marriage turns out to be a gilded cage, and an affair proves to be her undoing. She no longer wants to live behind a facade. Lia \u201crealized with a certain distance that her parents&#8216; broken marriage and her own were made up of the same pieces of the mosaic.\u201d&nbsp;&nbsp;She also returns home, and her family initially banishes her to her home province until the scandal surrounding her divorce has died down in Philippine high society: \u201cNow that she was on ground that had lost its familiarity, coming home felt very much like exile. Lia sensed that this feeling would be permanent&#8230;\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>Lia and Racel knew that the other was living in Singapore, but for different reasons, they made no attempt to find each other and reconnect with their shared childhood during all those years. Now they are reunited in their homeland, but there is no rapprochement.<\/p>\n\n\n\n<p>With this open-ended return to their homeland, Racel and Lia must confront not only their past, but also their country&#8217;s present. And for both of them, new prospects for the future open up that they had previously considered unlikely. They take their lives back into their own hands.<\/p>\n\n\n\n<p>Racel&#8217;s conclusion applies to both of them: \u201cI had assumed that the years ahead of me would be woven together according to a fixed pattern. Now I find myself winding new, colorful threads onto spools, and the idea that other patterns are possible both frightens and delights me.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>Hau writes with great humor, irony, and occasionally a sarcastic tone. She skillfully weaves her socially critical focus with the politics and history of two families, culminating in the self-empowerment of two strong women for their future lives.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u201cTiempo muerto\u201d offers a multifaceted social panorama and is one of the best Filipino books at this book fair.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Caroline Hau, born in Manila, is a professor of Southeast Asian literature at the Center for Southeast Asian Studies at Kyoto University, Japan.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Tiempo muerto.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ateneo de Manila University Press<\/p>\n\n\n\n<p>###########<\/p>\n\n\n\n<p>Versi\u00f3n en espa\u00f1ol:<\/p>\n\n\n\n<p>\u00abTiempo muerto\u00bb narra la historia de la vida de dos filipinas, pinays, que crecieron juntas durante a\u00f1os cuando eran ni\u00f1as, pero que proceden de clases sociales muy diferentes y cuyos caminos se cruzan de nuevo en su pa\u00eds natal despu\u00e9s de muchos a\u00f1os.<\/p>\n\n\n\n<p>Racel, de 45 a\u00f1os, es una de los muchos millones de mujeres filipinas que trabajan como empleadas dom\u00e9sticas en el extranjero. Como se suele decir en Filipinas: \u00ab\u00a1Nuestro producto de exportaci\u00f3n m\u00e1s exitoso es nuestra gente!\u00bb.<\/p>\n\n\n\n<p>Como muchas madres, la madre de Racel, Angela, so\u00f1aba con que su hija tuviera una vida mejor que la suya. Racel se convirti\u00f3 en profesora, pero a los 23 a\u00f1os se fue a trabajar como empleada dom\u00e9stica a Singapur, donde gana m\u00e1s del doble de lo que ganar\u00eda como profesora en Filipinas.<\/p>\n\n\n\n<p>Ya en las primeras p\u00e1ginas obtenemos una visi\u00f3n sin adornos y concisa de la realidad de la vida de estas empleadas dom\u00e9sticas. A pesar del buen salario, el para\u00edso es otra cosa .<\/p>\n\n\n\n<p>Racel tiene una jornada laboral de 16 horas, su vida social en Manila se reduce a las reuniones dominicales con otras filipinas: \u00abEn el tiempo muerto entre estas reuniones, el silencio me agobia. A veces pasan d\u00edas en los que no digo nada m\u00e1s que \u00abS\u00ed, se\u00f1ora\u00bb, \u00abNo, se\u00f1ora\u00bb, \u00abAhora mismo, se\u00f1ora\u00bb. El ni\u00f1o que tengo en brazos tiene m\u00e1s vocabulario que yo\u00bb.<\/p>\n\n\n\n<p>Las trabajadoras dom\u00e9sticas a menudo no tienen nombre, sino que simplemente se las llama &#8222;t\u00fa&#8220;. Y en Singapur, al igual que en Filipinas, existen muchas barreras invisibles: se juzga a las personas por el color de su piel, por el estado de sus dientes, su idioma, su dialecto, su ropa y zapatos, c\u00f3mo caminan y se mantienen de pie, qu\u00e9 comen, los barrios que habitan, sus familiares y amigos.<\/p>\n\n\n\n<p>Por lo tanto, estas personas no se hacen ilusiones: &#8222;Las trabajadoras extranjeras somos como fantasmas. Somos visibles e invisibles, dentro y fuera, presentes y ausentes. Vivimos con familias sin formar parte de ellas. Trabajamos en casa sin estar en casa, estamos atadas a ella y desaparecemos con los muebles y las paredes, desapareciendo por las esquinas, sin apenas tener un papel en la mente de estas personas&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Por otro lado, estas mujeres son conscientes de su valor: &#8222;El sudor de nuestras mujeres ofrece algo intangible: el regalo del tiempo a otras mujeres para que puedan trabajar, jugar, so\u00f1ar, cambiar las cosas y crear&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Racel debe tomarse dos semanas de vacaciones para buscar a su madre, desaparecida tras un tif\u00f3n. \u200b\u200bEste viaje se convierte en algo m\u00e1s que unas &#8222;vacaciones forzadas&#8220;; se convierte en un regreso a casa, un recuerdo de su propio pasado. No encuentra a su madre, pero s\u00ed a una mujer que no conoce a trav\u00e9s de las historias que le cuentan otros ahora que ha desaparecido: &#8222;(Y sin embargo, hay) todas estas historias sobre mi madre, telas intrincadas tejidas por otros, mientras que la m\u00eda es simplemente colorida&#8220;. No est\u00e1 claro si su madre ha desempe\u00f1ado durante mucho tiempo un papel pol\u00edtico encubierto en la guerrilla y si quiz\u00e1s incluso huy\u00f3 a las monta\u00f1as para unirse a ellos.<\/p>\n\n\n\n<p>Reaparecen los recuerdos de su infancia. Racel ha sido obligada a trabajar desde los 12 a\u00f1os. El per\u00edodo entre la siembra y la siguiente cosecha, llamado &#8222;Tiempo muerto&#8220;, se convirti\u00f3 en una influencia formativa, traducido en la versi\u00f3n alemana como &#8222;Silencio en agosto&#8220;. El t\u00edtulo original es m\u00e1s preciso, ya que este per\u00edodo intermedio se caracteriz\u00f3 por el desempleo y el hambre y signific\u00f3 \u201cpasar por el purgatorio entre la vida y la muerte a\u00f1o tras a\u00f1o\u201d.<\/p>\n\n\n\n<p>La infancia de Racel estuvo marcada por las lecciones secretas que recibi\u00f3 de una activista pol\u00edtica, Tina, quien le ense\u00f1\u00f3 a pensar y la introdujo a los influyentes libros del h\u00e9roe nacional Jos\u00e9 Rizal (&#8222;Noli me tangere&#8220; y &#8222;La Rebeli\u00f3n&#8220;). Posteriormente, fue asesinada por los secuaces de la dictadura militar.<\/p>\n\n\n\n<p>Su isla natal estaba gobernada por la familia Agalon, que era m\u00e1s poderosa que el gobierno.<\/p>\n\n\n\n<p>Lia, la hija de los Agalon, fue criada por la madre de Racel, Angela. Las dos crecieron juntas durante a\u00f1os, pero las barreras sociales persistieron. La etiqueta de &#8222;de buena familia&#8220; oscurec\u00eda realidades menos positivas. La decadencia de la clase alta era desenfrenada. Un claro ejemplo de ello era el padre de Lia, un pol\u00edtico corrupto y mujeriego, que lo hab\u00eda visto todo, incluso lo profano. Su esposa sufri\u00f3 por ello, pero poco a poco se fue distanciando, convirti\u00e9ndose en una &#8222;mariposa social&#8220; a los 40 a\u00f1os. El matrimonio y la familia est\u00e1n destrozados.<\/p>\n\n\n\n<p>Lia, quien, al igual que su madre, se hab\u00eda vuelto cada vez m\u00e1s cr\u00edtica con este entorno, hab\u00eda huido de su familia y de su pa\u00eds para casarse con un miembro de la alta sociedad de Singapur. Este matrimonio result\u00f3 ser una jaula de oro, y una aventura la llev\u00f3 a la ruina. Ya no quer\u00eda vivir tras una fachada. Lia \u00abcomprend\u00eda, con cierta distancia, que el matrimonio roto de sus padres y el suyo propio eran piezas del mismo mosaico\u00bb. Ella tambi\u00e9n regresa a casa, y su familia la destierra inicialmente a su provincia natal hasta que se calma el esc\u00e1ndalo en torno a su divorcio en la alta sociedad filipina: \u00abAhora que se encontraba en un territorio que hab\u00eda perdido su familiaridad, volver a casa se sent\u00eda como un exilio. Lia present\u00eda que este sentimiento perdurar\u00eda&#8230;\u00bb.<\/p>\n\n\n\n<p>Lia y Racel sab\u00edan que la otra viv\u00eda en Singapur, pero por diferentes razones, no intentaron reencontrarse ni reconectar con su infancia compartida durante todos estos a\u00f1os. Ahora hay un reencuentro en su tierra natal, pero no un acercamiento.<\/p>\n\n\n\n<p>Con este regreso a su tierra natal, Racel y Lia deben confrontar su pasado, pero tambi\u00e9n el presente de su pa\u00eds. Y para ambas, se abren nuevas perspectivas de futuro que antes consideraban improbables. Retoman las riendas de sus vidas.<\/p>\n\n\n\n<p>La conclusi\u00f3n de Racel aplica a ambas: \u00abHab\u00eda asumido que los a\u00f1os venideros se entrelazar\u00edan seg\u00fan un patr\u00f3n fijo. Ahora me encuentro enrollando hilos nuevos y coloridos en carretes, y la idea de que otros patrones sean posibles me asusta y me deleita a partes iguales\u00bb.<\/p>\n\n\n\n<p>Hau escribe con gran humor, iron\u00eda y, en ocasiones, con un tono sarc\u00e1stico. Entrelaza h\u00e1bilmente su enfoque sociocr\u00edtico con la pol\u00edtica y la historia de dos familias, que culmina en el autoempoderamiento de dos mujeres fuertes para sus vidas futuras.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00abTiempo muerto\u00bb ofrece un panorama social multifac\u00e9tico y es uno de los mejores libros filipinos de esta feria del libro.<\/p>\n\n\n\n<p>Caroline Hau, nacida en Manila, es profesora de literatura del Sudeste Asi\u00e1tico en el Centro de Estudios del Sudeste Asi\u00e1tico de la Universidad de Kioto, Jap\u00f3n.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n<div class=\"pld-like-dislike-wrap pld-template-1\">\r\n    <div class=\"pld-like-wrap  pld-common-wrap\">\r\n    <a href=\"javascript:void(0)\" class=\"pld-like-trigger pld-like-dislike-trigger\" title=\"\" data-post-id=\"2175\" data-trigger-type=\"like\" data-restriction=\"cookie\" data-already-liked=\"0\">\r\n                        <i class=\"fas fa-thumbs-up\"><\/i>\r\n                <\/a>\r\n    <span class=\"pld-like-count-wrap pld-count-wrap\">    <\/span>\r\n<\/div><div class=\"pld-dislike-wrap  pld-common-wrap\">\r\n    <a href=\"javascript:void(0)\" class=\"pld-dislike-trigger pld-like-dislike-trigger\" title=\"\" data-post-id=\"2175\" data-trigger-type=\"dislike\" data-restriction=\"cookie\" data-already-liked=\"0\">\r\n                        <i class=\"fas fa-thumbs-down\"><\/i>\r\n                <\/a>\r\n    <span class=\"pld-dislike-count-wrap pld-count-wrap\"><\/span>\r\n<\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Review also in English! Rese\u00f1a tambi\u00e9n en espa\u00f1ol! \u201eStille im August\u201c schildert die Lebensgeschichte zweier Filipinas, pinays, die als Kinder \u00fcber Jahre miteinander aufgewachsen sind, aber aus sehr unterschiedlichen sozialen Schichten kommen, und deren Lebenswege sich nach vielen Jahren in der Heimat erneut kreuzen. Racel, 45,&nbsp;&nbsp;ist eine von vielen Millionen philippinischer Frauen, die als Hausangestellte im Ausland arbeiten. Wie es in den Philippinen sehr h\u00e4ufig hei\u00dft: \u201eUnser Exportschlager sind unsere Menschen!\u201c Wie viele M\u00fctter hatte auch Racels Mutter Angela den Traum, dass es ihre Tochter einmal besser haben sollte als sie. Racel wurde Lehrerin, verdingte sich dann aber mit 23 Jahren als Hausm\u00e4dchen in Singapur und verdient so mehr als das Doppelte eines Lehrergehalts in den Philippinen. Schon auf den ersten Seiten erhalten wir einen ungeschminkten, komprimierten Einblick in die Lebensrealit\u00e4t dieser Hausangestellten. Trotz des guten Lohns, das Paradies sieht anders aus . Racel hat einen 16 Stunden Tag, ihr Sozialleben in Manila reduziert sich auf das sonnt\u00e4gliche Zusammensein mit anderen Filipinas: \u201eIn der toten Zeit zwischen diesen Zusammenk\u00fcnften scheuert das Schweigen an mir. Manchmal vergehen Tage, an denen ich nichts sage, au\u00dfer \u201eJa, Mam\u201c, \u201eNein, Mam, \u201eSofort, Mam\u201c. Das Kind, das ich auf dem Arm habe, hat einen gr\u00f6\u00dferen Wortschatz.\u201c Hausangestellte haben oft keinen Namen, sondern hei\u00dfen nur \u201eDu\u201c. Und in Singapur wie den Philippinen gibt es viele \u201eunsichtbare Z\u00e4une\u201c: Man wird beurteilt nach der Hautfarbe, \u201edem Zustand unserer Z\u00e4hne, nach unserer Sprache, unserem Dialekt, unseren Kleidern und Schuhen, danach, wie wir gehen und stehen,&nbsp;&nbsp;nach dem, was wir essen, nach den Vierteln, die wir mit Beschlag belegen, den Menschen, die unsere Verwandten und Freunde sind.\u201c Daher machen sich diese Menschen keinerlei Illusionen: \u201eWir ausl\u00e4ndischen Arbeiter sind wie Gespenster. Wir sind sichtbar und unsichtbar, drinnen und drau\u00dfen, da und nicht da. Wir leben mit Familien, ohne ein Teil von Ihnen zu sein. Wir arbeiten zu Hause, ohne zu Hause zu sein, wir sind an das Haus gebunden, und wir verschwinden mit den M\u00f6beln und W\u00e4nden, verschwinden um Ecken, spielen in den Augen und Gedanken dieser Menschen kaum eine Rolle.\u201c Andererseits sind sich diese Frauen ihres Wertes bewu\u00dft: \u201eDer Schwei\u00df unserer Frauen bietet etwas, was nicht greifbar ist, das Geschenk der Zeit an andere Frauen, damit diese arbeiteten, spielen, tr\u00e4umen, Dinge ver\u00e4ndern und gestalten k\u00f6nnen\u201c. Racel muss zwei Wochen Urlaub nehmen, um in ihrer Heimat nach ihrer nach einem Taifun verschwundenen Mutter zu suchen. Diese Reise wird zu mehr als einem \u201eZwangsurlaub\u201c, sie wird zur Heimkehr, zur Erinnerung an ihre eigene Vergangenheit. Sie findet ihre Mutter nicht, aber sie entdeckt eine ihr unbekannte Frau \u00fcber die Geschichten, die andere Menschen ihr nun nach ihrem Verschwinden erz\u00e4hlen: \u201e(Und doch gibt es) all diese Geschichten \u00fcber meine Mutter, kunstvolle von anderen Menschen gewebte Stoffe, wohin gegen meine schlicht und einfach farbig ist.\u201c Offen bleibt, ob ihre Mutter schon lange eine verdeckte politische Rolle auf Seiten der Guerilla spielt und vielleicht sogar zu diesen in die Berge gefl\u00fcchtet ist. Erinnerungen an ihre Kindheit steigen auf. Seit ihrem 12. Lebensjahr musste Racel arbeiten. Zum pr\u00e4genden Einfluss wurde die Zeit zwischen dem Pfanzen und der n\u00e4chsten Ernte, \u201eTiempo muerto\u201c -\u201eTote Zeit\u201c, genannt,&nbsp;&nbsp;in der deutschen Fassung als \u201eStille im August\u201c \u00fcbersetzt. Der Originaltitel trifft es besser, denn diese Zwischenzeit war gekennzeichnet durch&nbsp;&nbsp;Arbeitslosigkeit und Hunger und bedeutete, \u201eJahr f\u00fcr Jahr durch das Fegefeuer zwischen Leben und Tod zu gehen\u201c. Zur pr\u00e4genden Erfahrung Racels an ihre Kindheit wird ihr heimlicher Unterricht bei einer politischen Aktivistin, Tina, die ihr Denken beibringt und an die politisch einflussreichen B\u00fccher des Nationalhelden Jos\u00e9 Rizal heranf\u00fchrt (\u201eNoli me tangere\u201c und \u201eDie Rebellion\u201c) und sp\u00e4ter von den Schergen der Milit\u00e4rdiktatur ermordet wird. Ihre Heimatinsel wird von der Familie Agalon beherrscht, die m\u00e4chtiger ist als die Regierung. Lia,&nbsp;Tochter der Agalons, wird von Racels Mutter Angela aufgezogen. Die beiden M\u00e4dchen wachsen \u00fcber Jahre miteinander auf, die sozialen Schranken aber bleiben bestehen. Das Etikett \u201ede buena familia\u201c, \u201evon guter Familie zu sein\u201c \u00fcberdeckt weniger positive Realit\u00e4ten. Die Dekadenz der Oberschicht feiert fr\u00f6hliche Urst\u00e4nde. Paradebeispiel hierf\u00fcr ist Lias Vater, ein korrupter Politiker und Weiberheld, mit allen Wassern gewaschen, auch den unheiligen. Seine Frau leidet darunter, koppelt sich aber langsam davon ab und wird mit 40 zum \u201eGesellschaftsschmetterling\u201c. Ehe und Familie sind zerr\u00fcttet. Lia, die sich \u00e4hnlich wie ihre Mutter zunehmend kritischer gegen\u00fcber diesem Umfeld verhalten hatte, war vor ihrer Familie und ihrem Land in eine Ehe mit einem Angeh\u00f6rigen der Superreichen von Singapur geflohen. Diese Ehe entpuppt sich als goldener K\u00e4fig und eine Aff\u00e4re wird ihr zum Verh\u00e4ngnis. Sie will nicht weiter hinter einer Fassade leben. Lia \u201ebegriff mit einem gewissen Abstand, dass die zerr\u00fcttete Ehe ihrer Eltern und ihre eigene aus den gleichen Mosaiksteinchen zusammengesetzt war\u201c.&nbsp;&nbsp;Auch sie kehrt nach Hause zur\u00fcck und ihre Familie verbannt sie zun\u00e4chst in ihre Heimatprovinz, bis sich der Skandal um ihre Scheidung in der philippinischen High-Society gelegt hat: \u201eJetzt, da sie sich auf einem Boden befand, der seine Vertrautheit verloren hatte, f\u00fchlte sich das Heimkommen doch sehr nach Exil an. Lia ahnte, dass dieses Gef\u00fchl von Dauer sein w\u00fcrde\u2026\u201c Lia und Racel wussten, dass die jeweils andere in Singapur lebte, unternahmen jedoch aus unterschiedlichen Motiven w\u00e4hrend all dieser Jahre keinen Versuch sich zu finden und an ihre gemeinsame Kindheit anzukn\u00fcpfen. Nun kommt es in ihrer Heimat zu einem Wiedersehen, aber nicht zu einer Ann\u00e4herung. Racel und Lia m\u00fcssen sich mit dieser zeitlich offenen R\u00fcckkehr in ihre Heimat ihrer Vergangenheit, aber auch der Gegenwart ihres Landes stellen. Und f\u00fcr beide er\u00f6ffnen sich vorher f\u00fcr unwahrscheinlich gehaltene, neue Zukunftsperspektiven. Sie nehmen ihr Leben wieder in die eigene Hand. F\u00fcr beide gilt Racels Fazit: \u201eIch hatte angenommen, die vor mir liegenden Jahre w\u00fcrden sich nach einem festgelegten Muster verweben. Jetzt ertappe ich mich dabei, wie ich neue, farbige F\u00e4den auf Spulen wickele, und die Vorstellung, dass andere Muster m\u00f6glich sind, erschreckt und verz\u00fcckt mich gleicherma\u00dfen.\u201c Hau schreibt sehr humorvoll, ironisch, ab und an auch mit einem sarkastischen Tonfall. Gekonnt verwebt sie ihren sozialkritischen Fokus mit der politischen und der Geschichte zweier Familien, an deren Ende die Selbsterm\u00e4chtigung zweier starker Frauen f\u00fcr ihr k\u00fcnftiges Leben steht.&nbsp;<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":2176,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[42],"tags":[148],"class_list":["post-2175","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-h","tag-philippinenverlagwunderhorn-buchmessestilleimaugust-tbrromanbookstagram-buchmesse"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/buecher-books-libros.com\/es\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2175"}],"collection":[{"href":"https:\/\/buecher-books-libros.com\/es\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/buecher-books-libros.com\/es\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/buecher-books-libros.com\/es\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/buecher-books-libros.com\/es\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2175"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/buecher-books-libros.com\/es\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2175\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2177,"href":"https:\/\/buecher-books-libros.com\/es\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2175\/revisions\/2177"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/buecher-books-libros.com\/es\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2176"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/buecher-books-libros.com\/es\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2175"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/buecher-books-libros.com\/es\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2175"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/buecher-books-libros.com\/es\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2175"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}